Vinted Steuern und Finanzamt 2026: Meldepflicht, Privatverkauf und ab wann du gewerblich verkaufst
Gründer von ResellTrack · 400+ Nutzer
Spätestens wenn Vinted dich bittet, ein DAC7-Formular auszufüllen, kommt die Frage: Muss ich jetzt Steuern zahlen? Weiß das Finanzamt von meinen Verkäufen? Die kurze Antwort: Das Finanzamt erfährt davon, ja. Steuerpflichtig wirst du dadurch aber nicht. Ob Steuern anfallen, hängt allein davon ab, was du verkaufst und warum.
Dieser Ratgeber erklärt die Regeln für Verkäufer mit Wohnsitz in Deutschland: was das Plattformen-Steuertransparenzgesetz regelt, wann ein Privatverkauf steuerfrei ist, wann die Spekulationsfrist greift und ab wann aus deinem Vinted-Konto ein Gewerbe wird. Jede Regel ist mit der offiziellen Quelle verlinkt, meist direkt mit dem Gesetzestext.
Allgemeine Information, keine Steuerberatung. Für deine konkrete Situation wende dich an dein Finanzamt, einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein. Alle Regeln und Beträge auf dem Stand Oktober 2026, geprüft auf gesetze-im-internet.de, bundesfinanzministerium.de, bzst.de und vinted.de.
Kurz gesagt: Muss ich auf Vinted Steuern zahlen?
Wenn du deine eigenen, gebrauchten Sachen verkaufst, etwa getragene Kleidung, zahlst du in der Regel keine Steuern, auch wenn Vinted dich ans Finanzamt meldet. Steuern können anfallen, wenn du gezielt einkaufst, um teurer weiterzuverkaufen (dann bist du gewerblich tätig), oder wenn du andere Gegenstände innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkaufst.
Das Plattformen-Steuertransparenzgesetz: was Vinted meldet
Die EU-Richtlinie DAC7 wurde in Deutschland mit dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG) umgesetzt. Die Meldepflichten gelten erstmals für den Meldezeitraum, der dem Kalenderjahr 2023 entspricht (§ 29 PStTG). Der Verkauf von Waren zählt ausdrücklich zu den meldepflichtigen Tätigkeiten (§ 5 PStTG).
Die Meldeschwelle: 30 Verkäufe oder 2.000 €
Vinted muss dich nicht melden, wenn du auf der Plattform in einem Jahr in weniger als 30 Fällen verkauft und dabei weniger als 2.000 € erhalten hast (§ 4 Abs. 5 Nr. 4 PStTG). Das Bundesfinanzministerium stellt klar, dass beide Grenzen unterschritten sein müssen. Im Umkehrschluss: Schon eine der beiden Grenzen reicht für die Meldung. Das BMF nennt selbst das Beispiel eines Anbieters, der 32 Artikel für insgesamt nur 200 € verkauft und trotzdem gemeldet wird (BMF-Schreiben vom 2. Februar 2023).
Zwei Details aus demselben Schreiben und dem Gesetz:
- Gezählt werden Verkaufsabschlüsse, nicht Artikel. Ein Bundle mit fünf Teilen ist ein Verkauf.
- Die Schwelle gilt pro Plattform. Das Gesetz spricht von Verkäufen „unter Inanspruchnahme derselben Plattform“.
Vinted selbst formuliert es so: Betroffen ist jedes Mitglied, das innerhalb eines Kalenderjahres mindestens 30 Verkäufe abschließt oder über 2.000 € verdient (vinted.de/dac7).
Welche Daten übermittelt werden
Für Privatpersonen meldet die Plattform unter anderem Vor- und Nachname, Wohnanschrift, Steuer-Identifikationsnummer, Geburtsdatum, die Kennung des Kontos, auf das ausgezahlt wird, die erhaltenen Beträge je Quartal, die Zahl der Verkäufe je Quartal und die einbehaltenen Gebühren (§ 14 PStTG).
Der Ablauf und das DAC7-Formular
- Während des Jahres verkaufst du ganz normal. Es gibt keine Verkaufsgrenze.
- Anfang des Folgejahres bittet Vinted dich, ein kurzes, vorausgefülltes Formular zu ergänzen, in der Regel Anfang Januar (vinted.de/dac7).
- Bis zum 31. Januar muss die Plattform die Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) übermitteln (§ 13 PStTG).
- Danach leitet das BZSt die Informationen an die zuständige Landesfinanzbehörde weiter (§ 9 Abs. 2 PStTG). Laut BZSt werden sie dort als Kontrollmitteilungen bei der Steuerveranlagung verwendet (BZSt, Fragen und Antworten für Anbieter).
Wichtig: Wenn du das Formular nicht einreichst, verlierst du laut Vinted irgendwann den Zugang zum Verkaufen und zu deinem Vinted-Guthaben. Reichst du es nach, bekommst du den Zugang zurück (vinted.de/dac7). Du erhältst außerdem eine Kopie der übermittelten Daten. Das BZSt rät, diese zu prüfen und Fehler der Plattform zu melden, weil nur sie die Meldung korrigieren kann.
Meldung heißt nicht Steuerpflicht
Das ist der Punkt, den du dir merken solltest. Das Bundesfinanzministerium schreibt wörtlich, das PStTG beinhalte „ausschließlich steuerliches Verfahrensrecht“ und habe keine Auswirkung auf die Gesetze, nach denen sich die Besteuerung bestimmt, etwa EStG, GewStG oder UStG (BMF-Schreiben vom 2. Februar 2023). Das BZSt ergänzt: Du erhältst nicht automatisch eine höhere Steuerfestsetzung, und du bist durch die Meldung nicht automatisch gewerblich oder selbständig tätig (bzst.de). Auch Vinted schreibt: Nur weil du die Voraussetzungen erfüllst, bedeutet das nicht, dass du Steuern zahlen musst (vinted.de/dac7).
Eine „Vinted-Steuer“ gibt es also nicht. Das Gesetz macht nur sichtbar, was schon vorher steuerpflichtig war oder eben nicht.
Privatverkauf: wann deine Vinted-Verkäufe steuerfrei sind
Für Privatpersonen ist die zentrale Vorschrift § 23 EStG über private Veräußerungsgeschäfte. Sie unterscheidet zwei Fälle.
Gegenstände des täglichen Gebrauchs: nicht steuerpflichtig
§ 23 EStG erfasst Verkäufe von Wirtschaftsgütern, bei denen zwischen Kauf und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt. Direkt danach steht aber: „Ausgenommen sind Veräußerungen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs“ (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG).
Getragene Kleidung, Schuhe, Taschen, Kinderkleidung, Haushaltsgegenstände: Das ist genau das, was die meisten auf Vinted verkaufen. Dazu kommt, dass gebrauchte Sachen meist für weniger verkauft werden, als sie einmal gekostet haben. Wo kein Gewinn entsteht, gibt es auch nichts zu versteuern. Für den typischen Kleiderschrank-Verkauf fällt deshalb in der Regel keine Steuer an, egal ob du 20 oder 200 Teile im Jahr verkaufst.
Andere Gegenstände: Spekulationsfrist und Freigrenze von 1.000 €
Anders sieht es bei Dingen aus, die keine Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind. Das amtliche Einkommensteuer-Handbuch des BMF nennt als Beispiel Eintrittskarten für Veranstaltungen: Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Tickets keine Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind (BFH vom 29.10.2019, IX R 10/18, zitiert im EStH 2025 zu § 23). Ob ein Gegenstand dazugehört, ist eine Frage des Einzelfalls.
Verkaufst du so einen Gegenstand innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, ist das ein privates Veräußerungsgeschäft. Hier gilt eine Freigrenze: Gewinne bleiben steuerfrei, wenn dein Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften im Kalenderjahr weniger als 1.000 € beträgt (§ 23 Abs. 3 Satz 5 EStG). Bis einschließlich 2023 lag die Grenze bei 600 €, seit 2024 bei 1.000 € (EStH 2025, tabellarische Übersicht).
Achtung, Freigrenze ist nicht Freibetrag: Erreichst du die 1.000 €, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber. Liegen zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr, greift § 23 bei diesen Gegenständen nicht.
Gewerblich verkaufen auf Vinted: ab wann aus Ausmisten ein Gewerbe wird
Die eigentliche Grenze verläuft nicht bei 30 Verkäufen oder 2.000 €, sondern zwischen privat und gewerblich. Das Einkommensteuergesetz definiert einen Gewerbebetrieb als „selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird“ und sich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt (§ 15 Abs. 2 EStG).
Übersetzt auf Vinted heißt das: Wer gezielt einkauft, im Secondhand-Laden, auf dem Flohmarkt, in Restpostenverkäufen oder auf Vinted selbst, um die Ware regelmäßig mit Gewinn weiterzuverkaufen, verkauft nicht mehr seinen Kleiderschrank. Das ist Wiederverkauf, und Wiederverkauf mit Gewinnabsicht ist typischerweise eine gewerbliche Tätigkeit. Eine feste Zahl, ab der das gilt, nennt das Gesetz nicht. Es kommt auf das Gesamtbild an: Woher stammt die Ware, wie oft verkaufst du, verkaufst du dieselben Artikel mehrfach, planst du Marge ein?
Wie dieses Modell in der Praxis funktioniert, beschreiben wir im kompletten Leitfaden zum Wiederverkauf auf Vinted.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Privatverkauf | Gewerblicher Wiederverkauf |
|---|---|---|
| Herkunft der Ware | Für dich selbst gekauft und genutzt | Gekauft, um sie weiterzuverkaufen |
| Einkommensteuer | Alltagsgegenstände: nein. Andere Gegenstände: nur bei Gewinn innerhalb eines Jahres und ab 1.000 € Gesamtgewinn | Ja, auf den Gewinn (Einkünfte aus Gewerbebetrieb) |
| Gewerbeanmeldung | Nein | Ja, beim Gewerbeamt deiner Gemeinde |
| Gewerbesteuer | Nein | Erst wenn der Gewerbeertrag den Freibetrag von 24.500 € übersteigt |
| Umsatzsteuer | Nein | Kleinunternehmerregelung möglich bis 25.000 € Vorjahresumsatz |
| DAC7-Meldung durch Vinted | Ja, ab 30 Verkäufen oder 2.000 € | Ja, nach denselben Schwellen |
Was du als gewerblicher Vinted-Verkäufer tun musst
1. Gewerbe anmelden
Wer ein Gewerbe beginnt, muss das der zuständigen Behörde „gleichzeitig anzeigen“, also zum Start und nicht erst, wenn es gut läuft (§ 14 Abs. 1 GewO). Zuständig ist das Gewerbeamt deiner Gemeinde. Die Gemeinde informiert anschließend das Finanzamt (§ 138 Abs. 1 AO). Danach musst du dem Finanzamt weitere Auskünfte über deine Verhältnisse elektronisch übermitteln, Die Frist dafür beträgt einen Monat (§ 138 Abs. 1b und Abs. 4 AO). In der Praxis ist das der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, den du über ELSTER einreichst und mit dem du deine Steuernummer für das Gewerbe erhältst (elster.de).
2. Einkommensteuer auf den Gewinn
Als Gewerbetreibender versteuerst du deine Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG). Grundlage ist der Gewinn, nicht der Umsatz: Deine Einnahmen minus deine betrieblichen Ausgaben, also vor allem der Wareneinkauf, aber auch Versandmaterial oder Werkzeuge, die du für den Wiederverkauf nutzt. Der Gewinn wird mit deinen übrigen Einkünften zusammengerechnet und nach deinem persönlichen Steuersatz besteuert.
Deshalb lohnt es sich, jeden Einkaufsbeleg aufzubewahren: Kassenbons aus dem Secondhand-Laden, Rechnungen, Kontoauszüge. Ohne Belege kannst du deine Ausgaben schwer nachweisen.
3. Gewerbesteuer: Freibetrag von 24.500 €
Für Einzelunternehmer gibt es bei der Gewerbesteuer einen Freibetrag von 24.500 € auf den Gewerbeertrag (§ 11 Abs. 1 GewStG). Der Gewerbeertrag orientiert sich am Gewinn. Solange du darunter bleibst, fällt keine Gewerbesteuer an. Für die meisten Vinted-Wiederverkäufer im Nebenerwerb ist das zunächst kein Thema.
4. Umsatzsteuer und Kleinunternehmerregelung
Als Unternehmer bist du grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Die Kleinunternehmerregelung befreit dich davon, wenn dein Gesamtumsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet (§ 19 Abs. 1 UStG). Hier zählt der Umsatz, nicht der Gewinn: 25.000 € Verkaufserlöse sind bei Secondhand-Ware schneller erreicht, als viele denken.
Drei Beispiele
Die Beispiele sind bewusst vereinfacht und sollen nur die Regeln veranschaulichen.
Anna mistet ihren Kleiderschrank aus
Anna verkauft im Jahr 45 eigene Kleidungsstücke für insgesamt 900 €. Mit 45 Verkäufen überschreitet sie die Schwelle von 30: Vinted meldet ihre Daten. Weil es sich um getragene Kleidung handelt, also Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die sie günstiger verkauft, als sie sie gekauft hat, zahlt sie keine Steuern. Sie füllt das DAC7-Formular aus und prüft die Kopie der gemeldeten Daten.
Ben verkauft einen Gegenstand mit Gewinn
Ben hat vor acht Monaten etwas gekauft, das nicht zu den Gegenständen des täglichen Gebrauchs zählt, und verkauft es jetzt mit 300 € Gewinn. Es ist sein einziges privates Veräußerungsgeschäft im Jahr. Der Gesamtgewinn liegt unter 1.000 €, also bleibt er steuerfrei. Hätte er im selben Jahr insgesamt 1.200 € Gewinn mit solchen Verkäufen gemacht, wären die vollen 1.200 € steuerpflichtig.
Clara betreibt Wiederverkauf
Clara kauft regelmäßig im Secondhand-Laden ein und verkauft auf Vinted weiter. Sie hat ein Gewerbe angemeldet und nutzt die Kleinunternehmerregelung. Im Jahr:
- Umsatz: 12.000 €
- Wareneinkauf und sonstige Betriebsausgaben: 5.500 €
- Gewinn: 6.500 €, den sie in ihrer Einkommensteuererklärung angibt und der mit ihren übrigen Einkünften besteuert wird
- Gewerbesteuer: keine, weil der Gewerbeertrag deutlich unter 24.500 € liegt
- Umsatzsteuer: keine, solange sie unter den Grenzen der Kleinunternehmerregelung bleibt
Wie viel am Ende wirklich übrig bleibt, hängt also von der Marge pro Artikel ab, nicht vom Umsatz. Die Rechnung dazu erklären wir im Artikel wie viel man mit einer Vinted-Nische verdienen kann.
Die häufigsten Irrtümer
- „Ab 2.000 € muss ich Steuern zahlen.“ Falsch. 30 Verkäufe oder 2.000 € lösen nur eine Meldung aus. Ob Steuern anfallen, regeln EStG, GewStG und UStG.
- „Unter 30 Verkäufen ist Wiederverkauf legal ohne Gewerbe.“ Falsch. Ob du gewerblich tätig bist, hängt von deiner Tätigkeit ab, nicht davon, ob Vinted dich meldet.
- „Ich verteile meine Verkäufe auf mehrere Konten.“ Das ändert nichts an deiner Steuerpflicht. Die Meldung ist ohnehin nur ein Kontrollinstrument.
- „Das DAC7-Formular kann ich ignorieren.“ Dann sperrt Vinted irgendwann das Verkaufen und den Zugriff auf dein Guthaben.
- „Freigrenze heißt, die ersten 1.000 € sind frei.“ Nein. Erreichst du die Grenze, ist der gesamte Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerpflichtig.
- Private Sachen und Ware vermischen. Wenn du Wiederverkäufer bist und nebenbei deinen eigenen Kleiderschrank ausmistest, halte fest, was zu welcher Kategorie gehört.
Checkliste
Wenn du nur deine eigenen Sachen verkaufst
- Fülle das DAC7-Formular aus, sobald Vinted dich darum bittet.
- Prüfe die Kopie der gemeldeten Daten und melde Fehler an Vinted.
- Verkaufst du Gegenstände, die nicht zum täglichen Gebrauch zählen, innerhalb eines Jahres mit Gewinn, behalte die Freigrenze von 1.000 € im Blick.
Wenn du einkaufst, um weiterzuverkaufen
- Melde ein Gewerbe beim Gewerbeamt an, zum Start der Tätigkeit.
- Fülle innerhalb eines Monats den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung in ELSTER aus.
- Entscheide, ob du die Kleinunternehmerregelung nutzt, und behalte die Grenzen von 25.000 € und 100.000 € im Blick.
- Bewahre alle Einkaufs- und Verkaufsbelege auf.
- Gib deinen Gewinn in der Einkommensteuererklärung an.
- Lass dich im Zweifel einmal von einem Steuerberater beraten.
Wenn du gewerblich verkaufst, entsteht der Gewinn beim Einkauf
Sobald dein Wiederverkauf angemeldet ist, wird jeder Einkauf zu einer betrieblichen Entscheidung. Ware, die liegen bleibt, bindet Geld und drückt den Gewinn. Bevor du einkaufst, lohnt sich deshalb ein Blick darauf, was sich auf Vinted tatsächlich verkauft und zu welchem Preis. Dafür kannst du zum Beispiel ResellTrack nutzen: Der Scan einer Nische zeigt die beobachteten Verkäufe mit einem Score von 0 bis 100, und Lens schätzt den Wiederverkaufspreis eines Artikels anhand eines Fotos. Für die Auswahl deiner Kategorien helfen dir außerdem unsere Ratgeber was du auf Vinted verkaufen solltest und wie du die Rentabilität einer Nische analysierst. Den Gesamtüberblick findest du in Geld verdienen auf Vinted 2026.
Häufig gestellte Fragen
Muss man bei Vinted Steuern zahlen?
Wenn du eigene, gebrauchte Gegenstände des täglichen Gebrauchs verkaufst, etwa getragene Kleidung, in der Regel nicht. Steuerpflichtig kann es werden, wenn du gezielt einkaufst, um mit Gewinn weiterzuverkaufen (gewerbliche Tätigkeit), oder wenn du andere Gegenstände innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn verkaufst und dein Gesamtgewinn daraus 1.000 € oder mehr beträgt.
Ab wann meldet Vinted meine Verkäufe an das Finanzamt?
Vinted meldet dich, wenn du in einem Kalenderjahr 30 oder mehr Verkäufe abschließt oder 2.000 € oder mehr erhältst. Eines der beiden Kriterien reicht. Die Meldung geht bis zum 31. Januar des Folgejahres an das Bundeszentralamt für Steuern, das die Daten an dein Finanzamt weiterleitet.
Bekomme ich einen Steuerbescheid, nur weil Vinted mich gemeldet hat?
Nein. Laut BZSt führt die Meldung nicht automatisch zu einer höheren Steuerfestsetzung, und du giltst dadurch nicht automatisch als gewerblich. Das Finanzamt nutzt die Daten als Kontrollmitteilung bei deiner Steuerveranlagung. Verkaufst du nur private Alltagsgegenstände, ergibt sich daraus keine Steuer.
Ab wann verkaufe ich auf Vinted gewerblich?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Gewerblich ist eine selbständige, nachhaltige Tätigkeit mit Gewinnabsicht. Typisch dafür ist, dass du Ware gezielt einkaufst, um sie regelmäßig teurer weiterzuverkaufen. Dann musst du ein Gewerbe anmelden und deinen Gewinn versteuern.
Was passiert, wenn ich das DAC7-Formular nicht ausfülle?
Laut Vinted verlierst du dann irgendwann den Zugang zum Verkaufen und zu deinem Vinted-Guthaben. Sobald du das Formular nachreichst, wird der Zugang wiederhergestellt.
Bereit loszulegen?
Finde deine nächsten profitablen Nischen automatisch
ResellTrack wertet Vinted-Verkäufe aus und zeigt dir mit einem Scan, welche Marken du kaufen solltest, zu welchem Preis und wie schnell sie sich verkaufen.
Jetzt loslegen